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In Focus: Die Weihnachtszeit Weihnachten wird von den meisten Christen am 25. Dezember gefeiert und erinnert an den Geburtstag von Jesus von Nazareth. In Amerika, wie in vielen anderen Ländern der Welt auch, haben sich eigene Weihnachtstraditionen und –sitten entwickelt. Diese haben sich im Lauf der Zeit auch stark verändert.
Die Puritaner, die sich in New England ansiedelten, missbilligten die oftmals sehr ausgelassenen Weihnachtsfeierlichkeiten, wie sie sie aus Großbritannien kannten. In anderen Teilen des britisch geprägten Nordamerikas wurde jedoch begeistert gefeiert. Die Menschen zogen verkleidet von Tür zu Tür und erhielten als kleine Geschenke etwas zu essen und zu trinken. Das moderne Bild von Weihnachten, so wie wir es heute kennen, entstand im 19. Jahrhundert und ging größtenteils auf europäischen Traditionen zurück.
Santa Claus, eine Mischung des holländischen Sinter Klaas und des deutschen Sankt Nikolaus, etablierte sich durch Werke wie das Gedicht "A Visit from Saint Nicholas" aus dem Jahr 1823 und ein Porträt des deutsch-amerikanischen Illustrators Thomas Nast, das 1863 in Harper's Weekly erschien, als fröhlicher Mann, der in einem von Rentieren gezogenen Schlitten Geschenke verteilt. Zahlreiche Organisationen von der Heilsarmee bis zur Coca Cola Company haben seither dieses Bild von Santa Claus übernommen. Weihnachtsbäume gehen nach einer Legende auf Martin Luther zurück. Gemäß dieser Legende brachte Luther seinen Kindern eines Weichnachtsabends eine Tanne mit, die er mit Kerzen schmückte, um sie an das Wunder der göttlichen Schöpfung zu erinnern. Der Brauch verbreitete sich im 19. Jahrhundert nach Großbritannien und in die Vereinigten Staaten.
Heute vermischen die meisten Amerikaner religiöse und weltliche Bräuche mit ihren eigenen Familientraditionen. Obwohl Weihnachten für viele Amerikaner ein religiöses Fest ist, haben die Bundesgerichte seinen Status als Feiertag aufrechterhalten. Ein Gericht befand: "Indem sie Bundesangestellten an Weihnachten einen bezahlten Urlaubstag gewährt, tut die Regierung nicht mehr, als die kulturelle Bedeutung dieses Feiertags zu würdigen".
Für viele Amerikaner ist die Weihnachtszeit eine Zeit des allgemeinen Wohlwollens zwischen den Menschen. Eine Zeit, die man mit der Familie und den Freunden verbringt, aber in der man auch wohltätig und freiwillig tätig wird. In gewissem Sinne machen andere, nicht christliche Feiertage, die ungefähr zur selben Zeit des Jahres begangen werden – darunter wohl am bekanntesten das jüdische Hanukkah, das afroamerikanische Kwanzaa sowie Silvester – das Jahresende zu einer "feierlichen Jahreszeit".
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