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About the USA

About the USAAbout the USA ist eine Materialsammlung für alle, die Informationen über die amerikanische Gesellschaft, Kultur und Politik suchen. Neben ausgewählten Internetseiten über Themen wie die Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen, Regierung & Politik, Reisen, Feiertage oder Sport stehen umfangreiche Volltext-Materialien (E-Texte) zur Verfügung. usa.usembassy.de

Aktuell: Unabhängigkeitstag

Unabhängigkeitserklärung (Library of Congress, Manuscript Division Independence Day (Unabhängigkeitstag) wird als "Geburtstag" der Vereinigten Staaten als freie und unabhängige Nation gefeiert. Dieser Tag erinnert an die Unterzeichung der Unabhängigkeitserklärung vom 4. Juli 1776, vor 229 Jahren. Zu dieser Zeit führten die Einwohner der 13 Kolonien an der Ostküste Amerikas einen Krieg gegen den britischen König und das britische Parlament, weil sie sich ungerecht behandelt fühlten. 1763, nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges und des French and Indian War, erlangte England die Kontrolle über alle östlich des Mississippi gelegenen Gebiete Nordamerikas und Kanada. Gelder für die Verteidigung der Kolonien sollten mit Hilfe einer gestärkten Zentralverwaltung zunehmend von den Kolonisten eingezogen werden. Die britische Regierung führte eine neue Finanzpolitik ein, z.B neue Steuern auf Zucker, Kaffee, Textilien und andere Importe. Nach Einführung des "Stamp Act" mußten besondere Steuermarken an allen Zeitungen, Broschüren, juristischen Dokumenten und Lizenzen angebracht werden.

Die seit langer Zeit an ein hohes Maß Unabhängigkeit gewöhnten Kolonien wehrten sich gegen die von England eingeführten neuen Steuern. Sie argumentierten, dass nur ihre eigene Kolonialversammlungen sie besteuern könne, und sie beriefen sich auf den Grundsatz "no taxation without representation" (keine Besteuerung ohne Vertretung). 1765 trafen sich Vertreter aus neun Kolonien als "Stamp Act Congress" und wandten sich gegen diese neue Steuer. Das britische Parlament mußte den Stamp Act zurücknehmen, aber es legte Steuern auf Tee und andere Güter und schickte Zollbeamte nach Boston um die Zölle einzusammeln.

Boston Tea Party (Library of Congress, Rare Books & Special Collections Division)Die amerikanischen Kolonisten verweigerten erneut den Gehorsam, und britische Soldaten wurden nach Boston entsandt. Die Spannungen ließen nach als der britische Regierung die neuen Steuern, mit Ausnahme der Teesteuer, aufhob. 1773 führte daher eine Gruppe Patrioten die sogenannte "Boston Tea Party" durch: als Indianer verkleidet schlichen sie auf britische Schiffe und warfen 342 Teekisten in den Bostoner Hafen. Das britische Parlament verhängte daraufhin die "Intolerable Acts". Im September 1774 traf sich der erste Kontinentalkongreß. Führende Persönlichkeiten der Kolonien, die sich gegen die von ihnen als solche empfundene britische Repression in den Kolonien wandten, trafen sich in Philadelphia. Die Kolonisten begannen, Milizen zu organisieren und Waffen sowie Munition zu sammeln und lagern.

Im Mai 1775 trat ein zweiter Kontinentalkongress in Philadelphia zusammen und übernahm langsam die Funktion einer nationalen Regierung. Er gründete eine Kontinentalarmee und -marine unter dem Kommando von George Washington. Papiergeld wurde gedruckt und diplomatische Beziehungen mit anderen Ländern wurden aufgenommen. Am 2. Juli 1776 beschloß der Kongress, daß "diese vereinigten Kolonien freie und unabhängige Nationen sind und von rechts her sein sollten".

Kontinentalkongress (Library of Congress, Prints & Photographs Dividion)Thomas Jefferson aus Virginia schrieb, mit Unterstützung einiger anderer, die Unabhängigkeitserklärung, die vom Kongress am 4. Juli 1776 angenommen wurde. Diese Erklärung war eine öffentliche Verteidigung der amerikanischen Revolution, und enthielt eine längere Liste mit Beschwerden über den britischen König George III. Sie erklärte auch, und dies ist mit das Wichtigste, die Philosophie hinter der Revolution - daß die Menschen ein Recht auf "Life, Liberty and the Pursuit of Happiness" (Leben, Freiheit und Streben nach Glück) haben, daß Regierungen nur mit "der Zustimmung der Regierten" herrschen können, und daß jede Regierung aufgelöst werden kann, wenn sie die Rechte der Bürger nicht schützt. Diese Politiktheorie stammte vom britischen Philosophen John Locke, und ist ein zentraler Punkt der angelsächsischen politischen Tradition.

Am 23. August 1775 erklärte König George III in einer Proklamation, dass die Kolonien sich in einem Zustand der Rebellion befänden. Der bewaffnete Konflikt zwischen Amerika und England zog sich bis 1783 hin. Der Friedensvertrag, bekannt als die Treaty of Paris, erkannte die Unabhängigkeit, Freiheit und Souveränität der 13 ehemaligen Kolonien, nun Staaten, an. Die 13 Kolonien waren jetzt "freie und vereinte unabhängige Staaten" - aber noch keine vereinte Nation. Der Revolutionserfolg bot den Amerikanern die Möglichkeit, ihren in der Unabhängigkeiterklärung niedergelegten Idealen eine rechtliche Form zu geben.

Im Mai 1787 trat in Philadelphie eine Versammlung zusammen, um eine neue Verfassung für einen Bundesstaat mit stärkerer Zentralgewalt aufzusetzen. Die Verfassung teilt die Regierung in drei eigenständige Gewalten, denen unterschiedliche Aufgaben zufallen. Die Macht jeder einzelnen Regierungsgewalt wird durch die Macht der beiden anderen in Balance gehalten, und die gegenseitige Kontrolle verhindert mögliche Kompetenzüberschreitungen. In den zwei Jahren nach Inkrafttreten der Verfassung wurden zehn Zusatzartikel, das sogenannten Bill of Rights, hinzugefügt.
Auszug aus: Geschichte: Von Leif Ericson bis 1865
The Road to Independence/An Outline of American History (US-Aussenministerium)

(Juni 2006)


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