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ist eine Materialsammlung für alle, die Informationen über die amerikanische Gesellschaft, Kultur und Politik suchen. Neben ausgewählten Internetseiten über Themen wie die Geschichte der deutsch-amerikanischen Beziehungen, Regierung & Politik, Reisen, Feiertage oder Sport stehen umfangreiche Volltext-Materialien (E-Texte) zur Verfügung. usa.usembassy.de

Aktuell: Amerikanische Museen

 Guggenheim-Ausstellung
Am 21. Juli wurde in der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn eine bedeutende Ausstellung mit 200 Stücken aus der Sammlung der Solomon R. Guggenheim Stiftung eröffnet. Eine zweite Ausstellung mit architektonischen Modellen und Plänen von 23 Projekten und Wettbewerben, die die Entwicklung im Bereich der Museumsarchitektur veranschaulichen, wie sie sich in der Vergangenheit und Gegenwart der Guggenheim-Museen widerspiegeln, wird Mitte August eröffnet.

Der Industrielle und Philanthrop Solomon R. Guggenheim gründete 1937 die Guggenheim Stiftung. Die deutsche Baronin Hilla Rebay prägte einen Großteil seiner Kunstsammlung. Sie war auch die treibende Kraft hinter der Idee eines Museums für moderne, abstrakte Kunst, das die Sammlung beherbergen sollte. 1943 kontaktierte Rebay Frank Lloyd Wright. Sie hielt ihn für eine verwandte Seele und für geeignet, das Museum ihrer Träume zu entwerfen, "einen Tempel der Nicht-Objektivität". Rebay erklärte ihm: “Ich möchte ein Museum, in dem man sich langsam nach oben bewegt. Ohne Treppen, ohne Unterbrechungen." Das Ergebnis steht in der Fifth Avenue in New York. Es wurde 1959 eröffnet. Gemäß der Tradition des von Frank Lloyd Wright entworfenen Museumsgebäudes beauftragte Thomas Krens, seit 1988 Direktor der Guggenheim Stiftung, viele der führenden Architekten der Welt damit, weitere Museen in Europa und den Vereinigten Staaten zu entwerfen. Die Guggenheim Stiftung ist heute an fünf Museumsstandorten vertreten - in New York, Venedig, Berlin, Las Vegas und Bilbao. Das von Frank Gehry in Bilbao erbaute Museum hat dazu beigetragen, die Region wiederzubeleben. Im Juli 2006 wurde angekündigt, dass ein von Gehry entworfenes Guggenheim-Museum in Abu Dhabi gebaut wird, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate. Die Kombination Guggenheim - Abu Dhabi ist ein gutes Beispiel für die globale Reichweite der Guggenheim-Museen.

 2006: Year of the Museum
Die Geschichte der Guggenheim-Museen ist nur ein Ausschnitt der Geschichte amerikanischer Museen. Während des vergangenen Jahrzehnts sind Museen in den Vereinigten Staaten zu kulturellen Meilensteinen der amerikanischen Geschichte geworden; zu Institutionen, die ihre Gemeinden bilden, inspirieren und prägen. 2006 feiert der amerikanische Museumsverband American Association of Museums (AAM) sein 100-jähriges Bestehen als nationale Organisation. In den Vereinigten Staaten gibt es schätzungsweise 16.000 Museen.
• 2,3 Millionen Menschen besuchen jeden Tag diese Museen. Das sind 865 Millionen Besucher im Jahr, mehr als alle verkauften Tickets für Profispiele in Baseball, American Football und Basketball zusammengenommen.
• 1/3 aller Amerikaner hat innerhalb der letzten sechs Monate ein Museum besucht.
• Museumsbesuche gehören zu den drei beliebtesten Ausflugszielen von Familien.
• In den Museen werden mehr als 750 Millionen Objekte und lebende Ausstellungsstücke bewahrt.
• Museen wenden mehr als eine Milliarde Dollar im Jahr für mehr als 18 Millionen Stunden Bildungsprogramme auf.
• Zoos und Aquarien geben 51 Millionen Dollar im Jahr für wissenschaftliche Forschung aus.

Während des 20. Jahrhunderts entwickelte sich in den Vereinigten Staaten ein breit angelegtes Netzwerk von gemeinnützigen Organisationen für darstellende und bildende Künste und andere kulturelle Organisationen wie wissenschaftliche und historische Museen sowie Museen für Kinder. Diese Organisationen werden aus verschiedenen Quellen finanziert. 2004 betrug das Einkommen aus Ticketverkäufen, Mitgliedschaften und Werbung 54,2 Prozent der Gesamteinnahmen. Spenden aus dem Privatsektor von Einzelpersonen, Stiftungen, Unternehmen und anderen privaten Organisationen betrugen 24,9 Prozent der Einnahmen. Kapitalerträge aus Zinsen und Stiftungsgelder betrugen 12,2 Prozent. Öffentliche Mittel von der Bundesregierung sowie den Regierungen der Bundesstaaten und Kommunen machten 8,7 Prozent aus, jedoch sind versteckte Finanzierungshilfen der Regierung, insbesondere der Bundesregierung, für die Kunst weitaus größer als der Betrag der direkten Subventionen. Ein Prozentsatz jeder Spende von Einzelpersonen und Unternehmen sowie jedes Zuschusses einer Stiftung für eine kulturelle Organisation oder Veranstaltung würde sonst als Steuer an die Regierung gezahlt.

(August 2006)

 

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