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Aktuell: Wahlen in den USA

Der amerikanische Wähler im Wandel
von Daniel Gotoff

 Dieser politische Aktivist versucht, Gelder in die Registrierung hispanischer Wähler und Bemühungen zur Mobilisierung der Wähler in Colorado zu leiten.

Auf der Konferenz der Vietnam-
Veteranen der Vereinigten Staaten
in Nashville (Tennessee) werden
Buttons verteilt, die Kriegsveteranen
auffordern zu wählen. © AP Images/
Mark Humphrey

Die neuesten Wahlumfragen geben Aufschluss über die Ängste, Überzeugungen und Gefühle der US-Bürger vor der Präsidentschaftswahl 2008. Die Wähler äußern sich besorgt über terroristische Bedrohungen, pessimistisch bezüglich innenpolitischer Themen und interessiert an Staatsreformen. Ein Meinungsforscher der demokratischen Partei zieht den Schluss, dass "die US-Wählerschaft – die oft zurückhaltend ist, wenn es um grundlegende Veränderungen geht – momentan nervöser ist, wenn es darum geht, den Kurs beizubehalten." Daniel Gotoff ist Partner bei Lake Research Partners in Washington, D.C.

Die Präsidentschaftswahlen 2008 rücken näher und die US-Wähler befinden sich in einer einzigartigen und turbulenten Situation. Die
 Dieser politische Aktivist versucht, Gelder in die Registrierung hispanischer Wähler und Bemühungen zur Mobilisierung der Wähler in Colorado zu leiten.
 Dieser politische Aktivist ver-
sucht, Gelder in die Registrierung
hispanischer Wähler und Bemü-
hungen zur Mobilisierung der
Wähler in Colorado zu leiten.
© AP Images/Ed Andrieski
Umfragen zeigen, dass das Land einen Krieg führt, den die Mehrheit der Amerikaner heute ablehnt. Fast sechs Jahre nach dem 11. September 2001 prägt die Angst vor weiteren Terroranschlägen noch immer das öffentliche Bewusstsein. Zudem sind die Ansichten der Wähler zu einer ganzen Palette von innenpolitischen Themen zunehmend von Besorgnis geprägt. Diese Dynamik der öffentlichen Unzufriedenheit vollzieht sich vor dem Hintergrund eines wachsenden Zynismus gegenüber den gewählten Volksvertretern, wird jedoch ausgeglichen durch das Gefühl, dass nur eine institutionelle Macht wie die US-Regierung in der Lage ist, dem Land dabei zu helfen, die jetzt anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Die wechselnden politischen Strömungen der vergangenen Jahre belegen, dass keine der beiden großen Parteien auf eine Regierungsmehrheit vertrauen kann. Ferner bewirbt sich zum ersten Mal seit Jahrzehnten weder ein amtierender Präsident noch ein amtierender Vizepräsident um das höchste politische Amt im Land.

Inmitten all dieser Turbulenzen sind die amerikanischen Wähler, die grundlegenden Veränderungen oftmals zögerlich gegenüberstehen, diesmal noch nervöser, was eine Fortführung des Status quo anbelangt. Derzeit zeigen die Umfragen, dass nur 19 Prozent der Amerikaner glauben, der politische Kurs des Landes sei der richtige - die niedrigste Zahl seit zehn Jahren. (Im Juli 1997 waren 44 Prozent der Amerikaner der Meinung, der politische Kurs des Landes stimme, und nur 40 Prozent befanden, der Kurs sei falsch.) Heute sind ganze 68 Prozent der Meinung, das Land befinde sich auf dem falschen Kurs.

Die weit verbreitete Unzufriedenheit der Wähler hat zu einem fühlbaren Wunsch nach Veränderungen in den Vereinigten Staaten geführt, und zwar an drei Hauptfronten: Verbesserte Sicherheit im In- und Ausland, Verteilung des Wohlstands in der Volkswirtschaft sowie größere Rechenschaftspflicht der Regierung gegenüber den Menschen, denen sie dient.

Volltext

(Quelle: The Long Campaign: U.S. Elections 2008, eJournal USA)

Die in diesem Artikel vertretene Meinung spiegelt nicht unbedingt die Ansichten oder Politik der US-Regierung wider.

Aktualisiert: 15. Januar 2008

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