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Botschafter Coats, Frau Coats, General Williams, Herr Minister Schily, Herr Staatssekretär Scharioth, Exzellenzen, meine sehr verehrten Damen und Herren,
Ich möchte die Grüße des Berliner Senats überbringen zur Grundsteinlegung dieser wunderbaren Botschaft, wie sie hier am Pariser Platz entstehen wird. Es ist ein Zeichen der Zukunft, ein Zeichen des Vertrauens zwischen Amerika und Deutschland, aber natürlich vor allen Dingen auch ein Symbol für das, was eine Botschaft ja auch leisten soll, nämlich die Kultur des eigenen Landes zu präsentieren, in Deutschland, in Berlin, aber vor allen Dingen auch Bindeglied zu sein für Menschen, die sich näher kennenlernen wollen, die die Kontakte haben wollen.
Die Berlinerinnen und Berliner wissen, was die Amerikaner für sie bedeutet haben und bedeuten. In der Vergangenheit waren sie die Schutzmacht, die die Freiheit, die Sicherheit der Stadt garantiert haben in schwierigen Zeiten. Es ist eben schon darauf hingewiesen worden an die beeindruckende Rede natürlich von John F. Kennedy vor dem Rathaus Schöneberg, wo den Menschen Hoffnung und Zuversicht gegeben worden ist von einem der wichtigsten Staatsmänner der Welt, der deutlich gemacht hat, die Amerikaner werden Berlin nicht aufgeben. Sie werden immer Garant sein für die Freiheit Berlins. Das heute in einem vereinten Deutschland, in einem vereinten Berlin diese Zeremonie durchgeführt werden kann, wer hätte das noch vor 20 Jahren geglaubt. Ich glaube, nur wenige Optimisten hätten gesagt, das wird einmal möglich sein.
Amerika kehrt wieder zurück, an den Platz, wo schon einmal die Botschaft war und nicht nur der Preis für die Botschaft damals war relativ gering. Der erste Botschafter Amerikas in Berlin der begnügte sich mit einer kleinen Wohnung. Das hätte natürlich General Williams noch mehr erfreut. Die Zeiten sind vorbei. Amerika zeigt Präsenz und diese Präsenz muss auch sichtbar sein.
Es hat eine große und lange Debatte gegeben, eine jahrelange Debatte über den Standort. Ich glaube, es ist nach wie vor eine richtige Entscheidung, dass die Botschaft hier an diesem Platz errichtet wird. Ich glaube auch, es muss ein Zeichen sein, eine Aufgabe für alle Demokraten in der Welt gemeinsam dafür zu kämpfen, dass Fragen der Sicherheit überhaupt gar keine Rolle mehr spielen können, dass wir gemeinsam im Kampf gegen den internationalen Terrorismus gemeinsam alle Anstrengungen unternehmen, dass alle Botschaften auf der Welt, egal wo sie sich etablieren, nicht mehr in eine Diskussion über Sicherheitsfragen hineinkommen, sondern dass das eine Aufgabe auch für die Zukunft sein wird. Es sind mit allen Experten alle notwendigen Vorraussetzungen geschaffen worden und ich bin auch fest davon überzeugt, dass diese amerikanische Botschaft ein offenes Haus sein wird, wo Menschen aus der ganzen Welt zusammen treffen können, wo Amerika sich präsentiert, wo die deutsch-amerikanische Freundschaft auch weiterhin gepflegt wird. Ich möchte mich an dieser Stelle auch ausdrücklich bedanken, dass Amerika in Berlin stets Flagge zeigt.
Nach dem Abzug der Schutztruppen haben viele geglaubt, die guten Kontakte werden über die Zeit sich verlaufen. Das Gegenteil ist der Fall. Viele Menschen, viele Institutionen arbeiten sowohl in Amerika wie auch in Berlin daran, dass diese engen Verbindungen der Menschen und der Institutionen nicht abreißen, sondern weiter verfestigt werden. Institutionen wie die American Academy, Aspen Institute, Fulbright und andere, die John F. Kennedy School, als Ausbildungsstätte für die jungen Menschen, sind alles Garanten, dass diese engen Beziehungen zwischen deutschen, zwischen Amerikanern vor allen Dingen natürlich auch hier in Berlin gepflegt werden. In dem Sinne glaube ich ist diese heutige Grundsteinlegung ein Zeichen für eine gute Zukunft und ich wünsche natürlich allen Männern und Frauen, die an diesem Bau beteiligt sind ein unfallfreies Bauen.
Ich hoffe, dass der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden kann. Wenn es ein Berliner Bauvorhaben ist, dann sage ich bei einer Grundsteinlegung immer, ich hoffe, dass die Kosten auch eingehalten werden. Das brauche ich heute nicht zu sagen. Die Amerikaner werden die Kosten übernehmen, General Williams. Deshalb kann ich aber nur eine Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass sie nicht so explodieren werden wie bei der niederländischen Botschaft. Da haben sich die Kalkulationen verdoppelt, aber es ist ein wunderschönes Gebäude geworden und ich bin überzeugt, dass dieses Gebäude hier, die amerikanische Botschaft, den Pariser Platz vervollständigen wird. Jeder konnte sehen, hier fehlt etwas, aber ich bin sicher, nach den Plänen, die wir sehen konnten, wird es ein weiterer Beitrag sein zu dem, dass was Berlin schon in der Vergangenheit geworden ist, nämlich eine offene Architekturausstellung von namhaften, internationalen Architekten aus der ganzen Welt. So wird auch wiederum diese amerikanische Botschaft ein weiterer Teil dieser open-air Architekturausstellung sein. In dem Sinne, alles Gute für die Verwirklichung dieses Projektes.
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