Internal Revenue Service (IRS)
US-Generalkonsulat Frankfurt
Gießener Str. 30
60435 Frankfurt / Main
23. November 2007
US-Steuerbehörde warnt vor gefälschten E-Mails, die angeblich von der IRS stammen
Nach einer Zunahme von betrügerischen E-Mails, sogenannten „Phishing E-Mails“ möchte die US-Steuerbehörde (Internal Revenue Service - IRS) Bürger in Deutschland vor gefälschten E-Mails warnen, die angeblich von der IRS verschickt werden.
Grundsätzlich verschickt die IRS unaufgefordert keine E-Mails und fragt auch nie nach PIN-Nummern, Passwörtern oder anderen geheimen Zugangsdaten zu Kreditkarten-, Bank- oder anderen Finanzkonten.
Desweiteren müssen Personen, die in den USA steuerpflichtig sind, kein gesondertes Formular ausfüllen, um eine Steuerrückerstattung zu erhalten. Rückzahlungen basieren immer auf den Informationen, die der Steuerzahler in seiner Steuererklärung angegeben hat.
Die einzige offizielle Website des Internal Revenue Service (IRS) ist www.irs.gov.
Varianten betrügerischer E-Mails:
- Eine gefälschte E-Mail teilt dem Empfänger mit, ihm stünde eine Steuerrückerstattung zu und fordert ihn auf, auf einer bestimmten Website ein Antragsformular zur Rückzahlung auszufüllen (submit the tax refund request).
Diese Website ist eine Kopie der IRS-Website und enthält eine interaktive Seite, die der echten auf der IRS-Website sehr ähnlich ist. Jedoch wurde die gefälschte Seite modifiziert, um persönliche finanzielle Daten abzufragen, die die echte interaktive IRS-Website nicht abgefragt. Daten, die auf diese betrügerische Weise erfragt wurden, werden zum Diebstahl von Geld und Identität benutzt. - Eine weitere Variante richtet sich vor allem an Nicht-Amerikaner und bittet sie, eine Bearbeitungs- bzw. Mahngebühr zu zahlen. Die E-Mail fordert den Empfänger auf, das Geld per telegrafischer Banküberweisung an einen Treuhänder (Escrow Agent) zu schicken und enthält die Bankdaten für das Treuhandkonto.
Hunderttausende E-Mails werden so an potenzielle Opfer verschickt. Dabei bedient man sich derselben Techniken, die auch von „Spammern“ benutzt werden.
Was Sie tun können:
Sie können uns dabei helfen, diesen Betrügern das Handwerk zu legen und zu verhindern, dass andere Menschen ihnen zum Opfer fallen. Wenn Sie eine verdächtige E-Mail erhalten, die angeblich von der IRS verschickt wurde, leiten Sie diese bitte unter Beachtung der folgenden Anleitung an die IRS-Mailbox: phishing@irs.gov weiter.
Bitte beachten Sie beim Weiterleiten unbedingt die Hinweise auf folgender Website: http://www.irs.gov/individuals/article/0,,id=155344,00.html um sicherzustellen, dass alle wichtigen Informationen in der ursprünglichen E-Mail beim Weiterleiten erhalten bleiben.
Die IRS kann dann die Information, die URLs und Links in verdächtigen E-Mails dazu benutzen, herauszufinden, auf welchem Server die gefälschten Websites liegen und versuchen, sie mithilfe der zuständigen Behörde abzuschalten. Leider kann die IRS aufgrund der großen Anzahl den Erhalt ihrer weitergeleiteten E-Mails nicht bestätigen.
Der Sonderprüfer des US-Finanzministeriums für Steuerverwaltung (Treasury Inspector General for Tax Administration - TIGTA) hat zahlreiche Server in mindestens 20 verschiedenen Ländern identifiziert, auf denen derartige gefälschte Websites liegen.
Um sich vor Betrugsfällen zu schützen, beachten Sie bitte Folgendes:
- Seien Sie skeptisch, wenn Sie E-Mails von unerwarteten Quellen erhalten. Überprüfen Sie die Echtheit von Telefonanrufen, Briefen, Faxen oder E-Mails von fragwürdiger Herkunft, bevor Sie antworten.
- Geben Sie nie geheime Passwörter, PIN-Nummern oder andere Sicherheitsdaten an Dritte weiter; echte Organisationen oder Institutionen benötigen zur Abwicklung normaler Geschäfte keine geheimen Daten.
- Klicken Sie nicht auf Links, die in fragwürdigen E-Mails enthalten sind; gehen Sie stattdessen direkt auf die Website, von der Sie wissen, dass sie echt ist. So ist z.B. ist die einzig echte Website der IRS www.irs.gov – jede andere Variante wird Sie nicht zur offiziellen IRS-Website führen.
- Öffnen Sie keine angehängten Dokumente in E-Mails, die aus zweifelhafter Quelle stammen, da diese Viren enthalten können, die Ihren Computer infizieren.
- Schreddern Sie alle Papiere, die private finanzielle Daten enthalten, bevor Sie sie wegwerfen.


