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Die ersten „Grünen Botschafter“ (Berlin, 19. März 2010)
 

Botschafter Philip D. Murphy

Liebe Alumni, liebe Gäste,

Guten Abend!  Meine Frau Tammy und ich freuen uns, Sie heute Abend in unserem Haus begrüßen zu können.

Wir sind hier zusammengekommen, um die ersten Green Ambassadors zu ernennen.  Dieses Programm soll junge Menschen anregen, sich mit dem wichtigsten Thema unserer Zeit zu befassen - dem Klimaschutz. Gleichzeitig soll es sie zum Handeln bewegen.

Wie Sie wissen, hat President Obama den Klimaschutz zu einem der wichtigsten Themen seiner Administration gemacht.  In seiner Rede vor den Vereinten Nationen letztes Jahr sagte er deutlich  "No nation, however large or small, wealthy or poor, can escape the impact of climate change."  Es ist ein Thema, das uns alle betrifft und bei dem wir alle zum Handeln aufgerufen sind.

Am zwanzigsten Januar 1961 hat Präsident Kennedy  alle Amerikaner aufgefordert, sich mehr um ihr Heimatland zu kümmern.  Er sagte:  "Ask not what your country can do for you, ask what you can do for your country."   Fast fünfzig Jahre später sind seine Worte aktueller denn je. Heute muss es heißen:  Fragt nicht, was unser Planet für euch tun kann, sondern was wir – jeder einzelne von uns –  für unseren Planeten, unser einziges Zuhause, tun können.

Daher engagieren wir uns auch persönlich aktiv im Klimaschutz.  Meine Frau Tammy ist Vorstandsmitglied  beim Climate Protection Action Fund.

Tammy, würdest du uns bitte dazu selber einige Worte sagen.

Tammy Murphy:

Vielen Dank!

Wie Ambassador Murphy bereits gesagt hat, bin ich seit Jahren im Klimaschutz aktiv.  Seit 2007 bin ich beim Climate Protection Action Fund, der Organisation, die von Nobelpreisträger Al Gore gegründet wurde.  Wir unterstützen nicht nur neue Gesetze im US-Kongress. Wir fördern auch  Entwicklungen an der Basis, so genannte "grassroots"-Bewegungen.  Mit der Aktion "Repower America" wollen wir es schaffen, unser Land durch saubere Energien zu ‘repowern’ – zu erneuern. Wir sind an breiter Front aktiv, denn wie Al Gore gesagt hat:  "If we did not take action to solve this crisis, it could indeed threaten the future of human civilization. That sounds shrill. It sounds hard to accept. I believe it's deadly accurate. But again, we can solve it."

Die Green Ambassadors zeigen, dass Sie genau das tun.  Sie haben heute an einem Workshop teilgenommen, der ihnen hilft, andere über den Klimawandel zu informieren.  Sie haben gezeigt, dass Sie Teil der Lösung sein wollen.  Sie werden in Ihren Gemeinden Projekte anstoßen, an Schulen gehen oder Vorträge halten.

Sie zeigen damit eindrucksvoll, daß die Verantwortung bei jedem einzelnen von uns liegt. Und Sie ergreifen die Initiative, um alles zu tun, damit unsere Welt für Ihre und kommende Generationen erhalten wird. 

Ich habe das Programm Al Gore vorgestellt und er war sehr beeindruckt davon. Er lässt Ihnen folgendes ausrichten:   “I am so inspired by your commitment to become educated about the environment—and in turn to share this knowledge in your own communities.  This public service is vital if we are to help solve the climate crisis.  Thank you all so much for your efforts.”

Wir alle wünschen Ihnen hierbei viel Erfolg und freuen uns, bald von ihren Projekten zu erfahren.

Botschafter Murphy:

Danke, Tammy.

Die ersten Green Ambassadors, die wir heute Abend ernennen, sind alle Alumni unserer Austauschprogramme.  Es sind Absolventen der folgenden Programme bei uns:
• Fulbright
• Parlamentarisches Patenschaftsprogramm (Congress-Bundestag Youth Exchange)
• Windows on America
• Youth Visitor Program

Sie alle wurden ausgewählt, weil Sie sich für das Thema Klimaschutz persönlich einsetzen wollen.

Vielen Dank dafür!

Ich möchte Sie deshalb auch bitten, sich am 22 April am diesjährigen Earth Day zu engagieren.  Lassen Sie uns wissen, was Sie an diesem Tag planen  -  vielleicht starten Sie ja Ihr Projekt am Earth Day - und wir werden versuchen, dabei zu sein und Sie zu unterstützen !

Bevor wir nun offiziell die Urkunden übergeben, möchte ich mich noch ganz herzlich bei allen bedanken, die das Programm unterstützt haben. Unser besonderer Dank gilt den amerikanischen Fellows und Professor Miranda Schreurs sowie ihrem ganzen Team von der Forschungsstelle für Umweltpolitik der Freien Universität Berlin.  Ohne Ihre Hilfe wäre dieses Projekt nicht möglich geworden.  Professor Schreurs ist selber übrigens auch Fulbright Alumna.

Nun freuen wir uns ganz besonders, Ihnen die ersten Urkunden übergeben zu können.