NATO Strategie-Seminar
NATO Strategie-Seminar
23. Februar 2010. In Washington sagte US-Verteidigungsminister Robert M. Gates: „Die NATO benötigt ernsthafte, weitreichende und unmittelbare Reformen." Er sprach auch die Unterfinanzierung der NATO an: „Die Entmilitarisierung Europas – wo große Teile der allgemeinen Öffentlichkeit und der politischen Klasse gegen militärische Gewalt und die damit einhergehenden Risiken sind – ist von dem Segen, die sie im 20. Jahrhundert war, im 21. Jahrhundert zu einem Hindernis auf dem Weg zu wirklicher Sicherheit und dauerhaftem Frieden geworden." Am Vortag hatte US-Außenministerin Clinton ebenfalls auf dem Seminar gesprochen: „Unser Bündnis wird schon zu lange von jenen gelähmt, die argumentieren, dass die NATO eine rein militärische Organisation ist […] Die NATO muss weiterhin Mechanismen entwickeln, um die bestehenden sicherheitsorientierten zivilen Kapazitäten ihrer Mitgliedsländer zu nutzen." In ihrer Rede skizzierte Außenministerin Clinton die neuen Herausforderungen für das Bündnis, unter anderem „Bedrohungen für unsere Netzwerke und unsere Infrastruktur wie Cyber-Angriffe und Störungen in der Energieversorgung." Bezüglich des Raketenabwehrschildes sagte Außenministerin Clinton, es „wird diesen Kontinent sicherer machen. Und diese Sicherheit könnte auch Russland umfassen, wenn es sich entschließt, mit uns zusammenzuarbeiten." Außenministerin Clinton forderte die NATO auf, „tiefer gehende Partnerschaften mit führenden Demokratien außerhalb der euro-atlantischen Gemeinschaft" einzugehen. Gates-Rede | Clinton-Rede | Hintergrund: www.nato.int