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Botschafter Timken
America @ your library

Berlin
12. Dezember 2005

Vielen Dank, Dr. Lux.
Frau Sauer,
Freunde der Amerika-Gedenkbibliothek,

wir beginnen heute zusammen mit der Zentral- und Landesbibliothek Berlin eine neue Initiative. Es handelt sich um die Bekräftigung einer Partnerschaft zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten, die vor 51 Jahren mit der offiziellen Eröffnung der Amerika-Gedenkbibliothek ins Leben gerufen wurde.

Die Amerika-Gedenkbibliothek war ein Geschenk der amerikanischen Bürger an die Bürger Berlins. Den Berlinern wurde die Chance gegeben, ein "Kulturzentrum" aufzubauen – und sie entschieden sich für den Bau einer Bibliothek nach dem Vorbild einer öffentlichen amerikanischen Bibliothek mit frei zugänglichen Buchbeständen. Der damalige Bürgermeister Ernst Reuter war der stärkste Befürworter des Projekts. Die Amerika-Gedenkbibliothek war die erste Bibliothek dieser Art in Deutschland und spiegelte in den Worten des damaligen US-Außenministers Dean Acheson, der bei der Grundsteinlegung anwesend war, die Freiheit wider, zu lernen, zu studieren und sich auf die Suche nach der Wahrheit zu begeben. Diese einfache Beschreibung unterstreicht die wichtige Rolle von Bibliotheken im sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben von Gemeinden. Bibliotheken verkörpern unsere Geschichte, unsere Kultur und unser kollektives Gedächtnis, das so wichtig für unsere Menschlichkeit ist. Bibliotheken fördern zudem den freien Wissensaustausch, der von so großer Bedeutung für die Demokratie ist.

Heute, Anfang des 21. Jahrhunderts, eröffnen Bibliotheken auf beiden Seiten des Atlantiks ihren Besuchern neue Zugangsmöglichkeiten zu Wissen, Kultur und der Entfaltung von Ideen.

Der Slogan "@ Your Library" basiert auf einer Promotion-Kampagne der American Library Association, mit der ein stärkeres Bewusstsein für den Wert der heutigen Bibliotheken geschaffen werden soll. First Lady Laura Bush, selbst Bibliothekarin, rief die “@ Your Library”-Kampagne 2001 ins Leben. Wir haben dem "@ Your Library" noch "America" hinzugefügt – und das ist Programm. Egal, welche Frage Sie über Amerika haben – Sie werden die Antwort in Ihrer Bibliothek finden, ob Sie nun Schüler, Student, Lehrer, Journalist oder Geschäftsmann sind.

Als Geschäftsmann weiß ich, dass lebenslanges Lernen und die Fähigkeit, neues Wissen in einer sich verändernden Welt anzuwenden, für den Erfolg in Beruf und Privatleben von oberster Bedeutung sind. Gute Entscheidungen beruhen auf guten Informationen.

Im Rahmen der "America @ your library"-Initiative arbeitet die Botschaft mit Bibliotheken überall im Land zusammen, um Menschen mit ähnlichen Interessen auf beiden Seiten des Atlantiks mehr Möglichkeiten zur Zusammenarbeit und persönlichen Verbindungen zu eröffnen.

Wir danken der Zentral- und Landesbibliothek Berlin für ihren Einsatz und ihr Engagement für dieses neue Projekt. Wir sind uns sicher, dass diese Bibliothek, die schon heute eine Prüfstelle für die besten Verfahren ist und eine Führungsrolle unter den internationalen Bibliotheken einnimmt, ein wichtiges Mitglied eines neuen Netzwerks von Bibliothekspartnern sein wird – Partner, die die Vielfahlt der Gemeinden und Institutionen in diesem Land widerspiegeln.

Wir freuen uns darauf, mit den Partnerbibliotheken sowohl im Osten als auch im Westen zusammenzuarbeiten, zu denen die Zentral- und Landesbibliothek Berlin, die Berliner Stadtbibliothek sowie die Amerika-Gedenkbibliothek zählen.

Als Außenministerin Condoleezza Rice vergangene Woche Berlin besuchte, um Bundeskanzlerin Merkel zu treffen, erinnerte sie an die vielen Dinge, die die Vereinigten Staaten und Deutschland zusammen durchgestanden haben. Sie sagte, dass Berlin, einst das Symbol für den Kalten Krieg und die Teilung Europas, ohne die deutsch-amerikanische Freundschaft noch immer eine geteilte Stadt wäre.

Es sind die Menschen, die in einer solchen Freundschaft ausschlaggebend sind. Ich möchte den Mitarbeitern der Zentral- und Landesbibliothek Berlin danken, die sich so für dieses neue Partnerschaftsprojekt eingesetzt haben – Christine-Dorothea Sauer, Paul Ulrich, Irini Courzakis, Karen Groening und Sabine Walz.

Vielen Dank.

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