reden
Botschafter Timken
Gedenkfeier
Berlin
11. September 2005
Vielen Dank, Pastorin Kulawik und Dr. Kuhla für die Veranstaltung dieser besonderen Gedenkfeier in der Gedächtnis-Kirche.
Ich möchte Rabbi Rozwaski, Frau Mohagheghi, Bruder Othmar und allen, die hier versammelt sind, für Ihre Teilnahme danken.
Die Vereinigten Staaten erholen sich von den Zerstörungen, die durch Hurrikan Katrina, einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der Geschichte der Vereinigten Staaten, verursacht wurden. Wir gedenken derer, die ihr Leben verloren haben.
Indem die Vereinigten Staaten einen weiteren Jahrestag des 11. September 2001 begehen, wiederholen sie ihren Entschluss, diesen Tag niemals zu vergessen. Wir erinnern uns an die vielen Menschenleben, die zu früh endeten, den Mut der Rettungskräfte, die den Tod sahen und nicht davonliefen, und an die Familien, die zurückblieben, um die Last der Trauer mit Mut und Stärke zu tragen. Wir erinnern uns an das heldenhafte Verhalten derer, die sich für andere opferten. Im Angesicht der Gefahren riskierten und opferten mutige Frauen und Männer alles, damit andere leben konnten. Wir gedenken heute der Helden, die sich entschlossen, sich um ihre Nächsten zu kümmern. Dieses heldenhafte Verhalten sehen wir heute erneut bei den tausenden von Menschen, die den Opfern von Hurrikan Katrina helfen.
Nach dem Hurrikan wurde eine unserer großartigen Städte überschwemmt und große Teile der Städte und Gemeinden im Küstengebiet wurden zerstört. Die Menschen in der Region der Golfküste haben ihr Zuhause, ihre Gemeinden und Angehörige und Freunde verloren. In dieser Notlage haben tausende Frauen und Männer Opfer erbracht, um ihren Nächsten zu helfen.
Wir haben Hilfsangebote aus der ganzen Welt erhalten. Wir sind den Deutschen und ihrer Regierung für die Beileidsbekundungen und großzügige Hilfe dankbar. Es ist ein Beispiel für Menschlichkeit und Mitgefühl, das uns alle verbindet.
Die vor uns liegenden Aufgaben sind gewaltig, aber, ebenso wie vor vier Jahren, auch unsere Entschlossenheit. Das Verhalten der Amerikaner und besorgter Bürger überall auf der Welt zeigt das stärkste Mitgefühl, das ein Mensch einem anderen zuteil lassen werden kann: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. Ihre vielen selbstlosen Taten spiegeln die Verheißungen der Heiligen Schrift wider: "Denn ich war hungrig und ihr gabt mir zu essen, ich war durstig, und ihr gabt mir zu trinken, ich war ein Fremder, und ihr nahmt mich auf."


