Spurensuche am Ende eines kalten Krieges
Ungeteilt: Begegnungen mit Amerika
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| J. D. Bindenagel |
July 1, 2009. There is something I am very attached to in the GDR and that is the bravery of the people - and there are not many. Anybody who says a revolution is run by more than a handful of people is crazy. And that handful of people - not the famous ones, the Bärbel Bohley or the Schorlemmers, but those other people who were among the crowd, who went out and... Well, I could say Christian Führer at the Nikolaikirche; a very smart man, very bitter at this point, but okay. (J.D. Bindenagel was Deputy Chief of Mission at the US Embassy in East Berlin from 1988-1990. He describes how the election in May was the begining of the end of the GDR.) Video | Transkript | Weitere Transkripte
In diesem Jahr gedenkt Deutschland der friedlichen Revolution, die zum Fall der Berliner Mauer und der deutschen Einheit geführt hat. Aus diesem Anlass nimmt die US-Botschaft in Berlin die Verbindungen der Vereinigten Staaten mit den Bürgern der Deutschen Demokratischen Republik näher unter die Lupe – Verbindungen, die facettenreicher waren, als die meisten Menschen damals wussten oder sich heute bewusst machen. Um diese einzigartigen Beziehungen zu dokumentieren, halten wir Eindrücke von Amerikanern fest, die in der DDR lebten oder sie besuchten, sowie von DDR-Bürgern, die auf die eine oder andere Weise mit den Vereinigten Staaten und Amerikanern in Verbindung standen.
Die Mauer, die in Berlin am sichtbarsten war, teilte nicht nur ein Land, sondern einen Kontinent und auch die ganze Welt. Sie war für die Menschen auf der Welt das Symbol des Kalten Krieges, aber sie wurde zum Sinnbild eines Großteils der amerikanischen Außenpolitik. Das Netzwerk aus Botschafts- und Konsulatsgebäuden, den Kulturzentren der Amerika Häuser und den Militärstützpunkten überall in der Bundesrepublik Deutschland – und, was noch wichtiger ist, die Menschen und Programme, die diese Institutionen zum Leben erweckten – bildeten die Grundlage für bilaterale Beziehungen und ein dynamisches Netzwerk persönlicher, kultureller, wirtschaftlicher und politischer Verbindungen, das auf der Welt einzigartig ist.
Die Intensität dieser Beziehungen blieb in der Deutschen Demokratischen Republik nicht unbeachtet. Die Menschen „spähten“ und „horchten“ über die Mauer und nahmen auf verschiedene Art und Weise Notiz von der amerikanischen Populär- und politischen Kultur. In diesem Kontext waren die Beziehungen zwischen den Menschen in der DDR und in den Vereinigten Staaten oft "virtueller" und nicht unmittelbar. Sie entwickelten sich langsam und unter sehr besonderen Bedingungen. Heute, zwanzig Jahre nach dem Fall der Mauer und dem Ende des Kalten Krieges, klingen die Erinnerungen daran, was die Vereinigten Staaten damals symbolisierten, möglicherweise noch nach, vielleicht sogar im Kontext eines geeinten Deutschlands. Dieses Projekt der Botschaft soll Menschen, die sich an diese Zeit erinnern, die Möglichkeit bieten, ihre persönlichen Symbole dieses besonderen Aspekts der einzigartigen deutsch-amerikanischen Beziehungen in Worte zu fassen.
Offizielle Beziehungen
Die Vereinigten Staaten nahmen im September 1974 nach der Normalisierung der Beziehungen zwischen der DDR und der Bundesrepublik Deutschland Beziehungen zur Deutschen Demokratischen Republik auf. Die Aufgabe des ersten US-Botschafters und seiner Angestellten in Ostberlin bestand darin, "ein Gespräch zu beginnen" - mit der Regierung der DDR einen bedeutsamen Dialog zu starten, um die Politik des Landes besser zu verstehen, aber auch, um einem größeren Teil der Bevölkerung ein umfassenderes Bild der Vereinigten Staaten zu vermitteln. Was taten die amerikanischen Diplomaten, um diese Ziele zu erreichen?
Zwischenmenschliche Beziehungen
Amerikaner deutscher Abstammung haben einzigartige wirtschaftliche, politische, gesellschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Beiträge zum Wachstum und Erfolg der Vereinigten Staaten geleistet. Es gibt mehr Amerikaner mit deutschen Wurzeln als jeder anderen Herkunft. Die Mauer, die Deutschland teilte, hielt auch Amerikaner von Familienangehörigen, Freunden und Kollegen in der DDR fern. Dennoch wurden zwischenmenschliche und professionelle Verbindungen zwischen den Vereinigten Staaten und der DDR oft gewissenhaft ausgebaut und gepflegt – entweder durch persönliche Kontakte, wo immer dies möglich war, oder durch die Medien und Popkultur. Wie nahmen die Bürger der DDR die Vereinigten Staaten wahr – und welche Rolle spielten diese Wahrnehmungen in der öffentlichen Vorstellungskraft dieser Zeit? Wie sah „Amerika“ von der anderen Seite der Mauer aus? Wie sah Ostdeutschland von der anderen Seite des Ozeans aus?





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