Windows on America (WoA)

A group of students in front of the Supreme Court building in Washington, D.C. (2007)
Windows on America ist ein zwölftägiges, voll finanziertes Besuchsprogramm in die USA für Gruppen von Jugendlichen aus Deutschland, die bislang in Austauschprogrammen stark unterrepräsentiert sind. Die Teilnehmer kommen vornehmlich aus Zuwandererfamilien sowie von Haupt- und Realschulen. Durch Windows on America können auch diese Jugendlichen interkulturelle Bildung im Ausland erfahren.

Students pose for a picture as they explore New York City’s Times Square
Windows on America finanziert sich aus Zuwendungen von deutschen und amerikanischen Unternehmen sowie von Stiftungen und Privatleuten an Windows on America e. V. Das Programm ist eine der wichtigsten Initiativen der Amerikanischen Botschaft zur Integration von Jugendlichen durch die gleichberechtigte Teilhabe an gesellschaftlichen Möglichkeiten. Initiiert wurde es 2006 vom damaligen Botschafter William R. Timken jr. und seiner Frau Sue Timken.
Durch Windows on America konnten bisher zehn Gruppen in die USA reisen:
- Gemeinschaftshauptschule Rather Kreuzweg, Düsseldorf (Juni 2006);
- Ernst Abbe Gymnasium, Berlin-Neukölln (Oktober 2006);
- Weibliche Jugendliche aus Moscheegemeinden, Rhein-Main-Region (April 2007);
- Hector Peterson Gesamtschule, Berlin-Kreuzberg (Juni 2007);
- Talent-im-Land-Stipendiaten aus Bayern (August 2007);
- Werner-Stephan-Oberschule (Hauptschule), Berlin (April 2008);
- Hauptschule Innenstadt, Tübingen (April/Mai 2008);
- Emil Gött Schule (Hauptschule), Freiburg (Mai 2008);
- Henry Ford Realschule, Köln (Oktober 2008)
- Schüler aus einer Haupt-, Real-, Berufsschule sowie Gymnasium, Kiel (Oktober 2008)
Windows on America umfasst Besichtigungen und Diskussionen, Besuche von gemeinnützigen Organisationen und Schulen sowie einen Aufenthalt in einer amerikanischen Gastfamilie. Die Inhalte werden nach den Bedürfnissen der Teilnehmer festgelegt. Die Programmorganisation in den USA erfolgt durch eine Austauschorganisation. Mitarbeiter der Amerikanischen Botschaft/Konsulate stellen das Programm bundesweit z. B. an Schulen, Moscheegemeinden und Jugendzentren vor. Kandidaten müssen einen Aufsatz in englischer Sprache zum Thema „My Window on America“ schreiben, um sich für das Programm zu bewerben. Nach der Reise schildern die Teilnehmer ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen in einem Bericht.
Windows on America ist für alle Beteiligten Gewinn bringend. Das Programm kann den Weg zu mehr Bildung und Qualifizierung von Jugendlichen öffnen; somit unterstützt es Initativen zwischen Schulen, Bildungsträgern, Jugendeinrichtungen und der Wirtschaft in Deutschland. Ehemalige Teilnehmer schildern, dass sie durch das Programm ihr Potenzial erstmalig erkannt haben und ihre Bildungskarriere nun selbst aktiv mitgestalten wollen. Die Amerikanische Botschaft freut sich, dass das Programm dazu beiträgt, Vorurteile abzubauen, ein realistisches Amerikabild zu entwickeln und freundschaftliche Beziehungen zwischen den Jugendlichen beider Länder entstehen zu lassen.

Zwei deutsche Schüler mit ihren Gastfamilien in einem Restaurant in
Des Moines, Iowa
Students at a meeting at the State Department in Washington, D.C.
Students and their chaperones pose for a picture with the
New York City skyline in the background



